S4 E4 - Sharing is caring

Shownotes

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00:00:00: Getrennt erziehend im Wechselmodell, Mama von Vietöchtern, Oma und gerade auf dem Weg zur Organspende.

00:00:06: Ich bin Vanessa und hier sprechen wir über alles, was sonst keiner ausspricht.

00:00:10: Über Mutterschaft, Angst, Stärke, Liebe, Krisen und das echte Leben dazwischen.

00:00:16: Willkommen bei Any Questions.

00:00:18: Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr wieder mit dabei seid und eingeschaltet habt zu einer neuen Folge.

00:00:24: In einer der letzten Social Media Stories habe ich es euch ja erzählt.

00:00:29: Wir haben endlich den finalen OP-Termin bestätigt bekommen für unsere beiden Operationen, also für die Lebendnienspende, die meine jüngste Tochter von mir erhalten wird.

00:00:42: Das heißt, in diesem Tag wird dann endlich Meine Tochter, ein neues Leben starten und hoffentlich dann bald, wenn alles abgehalten ist, eine richtige echte Kindheit erleben dürfen.

00:00:56: Und all ihr Mamas da draußen kennt das ganz bestimmt.

00:01:00: Solche Situationen wollen gut vorbereitet werden.

00:01:03: Ganz besonders, wenn wir eben solche Termine lange genug im Voraus kennen.

00:01:09: Und ihr Lieben, genau das mache ich gerade.

00:01:11: Ich bereite einfach alles vor, was man nur vorbereiten kann, damit auch nichts schief geht und wir uns voll und ganz eben auf unsere OPs und auch das wieder genesen, abhallen und gesund werden konzentrieren können.

00:01:28: Das fängt dann schon an bei den letzten Kontrollen, die wir im Vorfeld noch machen müssen im Nierenzentrum, den Medikamenten, die vielleicht vorher eingenommen werden sollen.

00:01:37: Welche Werte sind denn eigentlich noch zu welchem Zeitraum im Vorfeld erforderlich?

00:01:42: Wann, wo und wie sollen wir denn im Transplantationszentrum einchecken?

00:01:47: Was müssen wir alles mitbringen?

00:01:49: Was können wir denn jetzt schon organisieren und vorbereiten für die Zeit nach der Explantation und Transplantation bei meiner Tochter und bei mir, wenn wir dann wieder zu Hause sind?

00:02:01: Und nicht zu vergessen, was ist denn eigentlich mit den anderen Kindern in dieser Zeit?

00:02:06: Wo werden die denn untergebracht sein?

00:02:09: Denn der Papa meiner Mäuse und ich, wir sind alle beide für ungefähr vier Wochen, denn so lange ... werden wir planen müssen, in Marburg im Transplantationsklinikum zu sein und eben nicht in Frankfurt vor Ort, um für unsere anderen Kinder da zu sein.

00:02:27: Nun und bei all diesen Fragen, glaube ich, sogar eine wichtige, wenn nicht sogar essentielle Frage vergessen zu haben, oder?

00:02:35: Was meint ihr?

00:02:37: Und zwar die Frage nach dem, wie wird all der Orgaschress denn eigentlich aufgeteilt?

00:02:42: Denn da sind ja zwei Elternteile.

00:02:45: die beide gleichermaßen vollwertig verantwortlich sind eben für diese Kinder und auch für diese Gesamtsituation.

00:02:54: Und da muss ich schon mal vorwegnehmen, ich habe da in der Vergangenheit gerade, was diese Situation angeht, also das Thema Lebendnienspende, einen grundlegenden Fehler gemacht.

00:03:07: Und zwar, ihr Mama ist da draußen, ihr kennt es bestimmt, wir haben so dieses Thema, alles alleine machen zu wollen.

00:03:13: Weil dann läuft's nämlich richtig.

00:03:16: Und nur dann fühlt sich's richtig an, oder?

00:03:19: Und genau so ging's eben mir in der Vergangenheit.

00:03:22: Ich hab das ganze Thema komplett alleine betreut.

00:03:26: Also all die Fragen, die wir hier jetzt anfangs gehört haben und all die Organisationen drum herum inhaltlich, die hab ich mich alleine gekümmert.

00:03:36: Und da fragt man sich, aber was macht denn eigentlich der andere Elthanteil?

00:03:40: Ja, genau.

00:03:42: Da war keine Anerkennung oder Wertschätzung oder ein beiläufiges Dankeschön, wenn ich dann Bescheid gesagt hatte, hey, das ist erledigt, darum müssen wir uns jetzt nicht mehr kümmern.

00:03:52: Aber genau darin lag ja auch der Fehler, denn er hat mir berechtigterweise auch gesagt, als ich mich dann aufgeregt hatte, hey, ich kümmere mich hier die ganze Zeit und du machst nichts, rede doch mit mir, wenn du Unterstützung brauchst.

00:04:06: Und da muss ich sagen, ja, er hat einfach recht an der Stelle.

00:04:11: Denn das, was da passiert ist, war kein wir.

00:04:14: Das war ein ich.

00:04:15: Und als Eltern ist man immer noch ein Team.

00:04:19: Und daran müssen wir lernen, anzuknüpfen.

00:04:22: Und weil ich das aber in Zukunft anders machen möchte, will ich heute hier mit euch besprechen, woran ich ansetzen will.

00:04:31: Und das werde ich heute mit euch teilen.

00:04:33: Und nein, das sind nicht alles Dinge, die ihr vorher noch nie gehört habt.

00:04:39: Das werden ... Dinge sein, die ihr vielleicht noch nicht kennt.

00:04:42: Das werden Dinge sein, die euch bekannt vorkommen.

00:04:45: Allerdings will ich das einfach mit euch besprechen, zum einen, weil wir hier alle nicht allein sind.

00:04:52: Wir haben alle die gleichen Themen, mal mehr und mal weniger.

00:04:57: Und da kommt es überhaupt nicht drauf an, ob wir in einer Beziehung, in einer Ehe oder in einer getrennten Situation leben oder geschieden sind.

00:05:06: Wir Eltern und vor allem wir Mamas Egal in welcher Konstellation sitzen am Ende des Tages im gleichen Boot und diese Themen werden wir einfach nicht los.

00:05:17: Wenn wir sie nicht konsequent und mit dem Wissen angehen, dass so etwas Zeit braucht.

00:05:23: Aber eins kann ich euch versprechen, es lohnt sich, weil Gleichberechtigung bei uns selbst und der Anerkennung unseres eigenen Wertes anfängt.

00:05:33: Und ich verspreche euch hier, dass ich euch auf dem Laufenden halten werde.

00:05:39: Da gibt's ja jetzt diese Situation, auf die wir in zwei Wochen ganz konkret zugehen.

00:05:44: Und da werdet ihr von mir definitiv eine Rückmeldung und ein Erfahrungsbericht bekommen.

00:05:50: Aber den hätt ich auch sehr gerne von euch.

00:05:53: Also lasst mich sehr gerne wissen, wie das für euch gelaufen ist, was habt ihr umsetzen können, was ist euch leicht und was ist euch schwergefallen und wie kam das Ganze denn an?

00:06:04: Hat's funktioniert?

00:06:06: Ich habe mir also vorgenommen, mal angefangen, bei dem ich mache alles allein Thema.

00:06:12: Es geht ja ganz oft darum, dass wir der Ansicht sind, wenn wir wollen, dass etwas richtig gemacht wird, müssen wir es eben selbst machen.

00:06:21: Na, wer fühlt sich hier an dieser Stelle erwischt?

00:06:24: Ich definitiv, ich sehe mich da.

00:06:26: und was ich machen will, um das Ganze in Zukunft anders zu machen, ist zum einen mir selbst einzugestehen, dass diese Veränderungen mehr Verantwortung an den anderen Elternteil abzugeben.

00:06:39: Und da ist es völlig egal, was für eine persönliche Meinung wir über den Mann haben, über den anderen Elternteil.

00:06:45: Denn das ist immerhin der Vater unseres Kindes.

00:06:49: Und da gab es einfach mal Gründe, weswegen dieses gemeinsame Kind entstanden ist.

00:06:54: Also, Fokus auf das Teilen der Verantwortung.

00:06:58: Das wird schwerfallen, das wird Zeit kosten, bis wir da entspannt rangehen können und sagen können, hey, Es ist anders, aber es ist gemacht.

00:07:06: Also, ladies, let's go, der Plan.

00:07:09: Zum einen fangen wir an, nicht mehr einfach alles zu machen.

00:07:13: Wir müssen Sichtbarkeit schaffen für den Berg an Arbeit, der da jedes Mal vor uns liegt.

00:07:20: Und wisst ihr was?

00:07:21: Da müssen wir gar nicht das Rad neu erfinden an der Stelle.

00:07:25: Wir schreiben uns ja eh meistens eine To-do-Liste.

00:07:27: Und die können wir auch einfach mit dem anderen Elternteil teilen.

00:07:32: Und da können wir uns noch überlegen, wie wir das machen, ob wir das in einem separaten Chat machen auf WhatsApp und da zum Beispiel Abstimmungen reinstellen, die sich der andere Elternteil nehmen kann.

00:07:43: oder wir machen das in einem separaten Kalender, den wir dann für das Kind oder die Kinder anlegen, da ist der Fantasie keine Grenze gesetzt.

00:07:52: Ich persönlich werde das auf jeden Fall in einem Kalendertool machen, denn da kann ich das Ganze ja noch mit einem Zeitfenster bereichern, um dann auch nochmal hervorzuheben, wie viel Zeit das Ganze wirklich kosten wird.

00:08:05: Und so kann man sich gegenseitig ja auch auf dem Laufenden halten, ist das schon erledigt oder nicht.

00:08:10: Übrigens ein weiterer unfassbar wichtiger Vorteil einer solchen Liste und Aufzählung ist, die Selbstreflexion und die Wertschätzung, die man sich selbst zukommen lassen kann.

00:08:22: Wenn man sich so was am Ende des Tages oder am Ende der Woche anschaut und sieht, hey, was habe ich denn da heute oder im Laufe der Woche einfach alles weggeschafft?

00:08:32: Und gerade, wenn da so Zeitblöcke markiert sind, festgelegt sind in so einem Kalendertool, Können wir uns doch am Ende des Tages, am Ende der Woche einfach so richtig auf die Schulter klopfen und uns auch mal sagen, ja, das kostet alles Zeit.

00:08:48: Ich hab das alles erledigt, statt immer zu sagen, oh, was ich einfach noch zu tun hab.

00:08:54: Ich hab nicht alles geschafft, was ich erledigen wollte, Mist.

00:08:58: Wenn man ... einfach sieht und anerkennt, was wir selbst alles weggearbeitet haben im Laufe der Woche, trotz so vieler unvorhergesehene Ereignisse wie alle kennen das.

00:09:08: Nichts läuft je nach Plan.

00:09:11: Können wir einfach mit einem viel besseren Gefühl schlafen gehen.

00:09:14: Und weil die schönste Liste der Welt nichts bringt, wenn sie keiner nutzt, weil sie keiner kennt, ist es umso wichtiger, dass wir unsere Unterstützung aktiv einfordern.

00:09:26: Getreu dem Motto, reden ist Gold, sprechen wir dann also mit dem anderen Elternteil, zeigen dann auch einfach mal, wie aufwendig all diese Care-Arbeit wirklich ist, was das wirklich bedeutet.

00:09:39: Und ja, das bedeutet Arbeit.

00:09:40: Das ist ziemlich anstrengend und kostet uns zumindest anfangs mehr Zeit und Nerven, als uns lieb sein wird.

00:09:48: Allerdings wird es uns noch viel mehr Nerven kosten, wenn wir immer alles allein machen wollen.

00:09:55: Und es wird sich vor allem auch nie etwas daran ändern.

00:09:58: Wir werden Kehrarbeit immer als nicht gewertschätzt, als nicht gesehen, als unfair aufgeteilt.

00:10:05: und vor allem als unsere Aufgabe wiederfinden, weil wir sie nämlich sonst einfach selbst erledigen die ganze Zeit.

00:10:12: Und das wollen wir doch ändern.

00:10:14: Darin können wir unsere Energie investieren, statt uns immer nur darüber zu ärgern, was einfach alles falsch läuft.

00:10:21: Und wenn eure Männer euch da auch fragen, hey, was kann ich denn eigentlich machen, damit sich zufrieden stellt, du findest es ja immer unfair, ja, die können auch was tun.

00:10:31: Die dürfen sich dann auch sehr gern hier die Podcastfolge anhören und schön mitschreiben.

00:10:38: Spaß bei Seite Ladies.

00:10:39: Jetzt noch einmal zusammengefasst der Plan für uns alle.

00:10:43: Also wir schreiben unsere To-dos in Zukunft so auf, dass wir sie mit dem anderen Elternteil teilen können.

00:10:50: Versetzen die am besten mit Zeitfenstern, damit der Aufwand klar ist, wie viel Zeit kostet uns das denn eigentlich so am Tag.

00:10:58: Wir teilen diese Tudus nicht nur mit dem anderen Elternteil, sondern wir verteilen sie.

00:11:03: Also wir sortieren uns und ordnen uns zu, wer macht was.

00:11:08: Und wenn wir uns dann gegenseitig einfach Bescheid geben, ich habe das erledigt, können wir uns auch gleich in dem Moment einfach mal gegenseitig Danke sagen.

00:11:18: Ja, ich weiß, das kommt einem dann schon nicht ganz so leicht über die Lippen, aber ... Lass uns da einfach mal mit gutem Beispiel vorangehen und einfach anfangen und auch einfordern.

00:11:29: Und wenn wir uns am Ende der Woche anschauen, wie viel wir einfach weggeschafft haben, statt uns darauf zu fokussieren, was alles noch zu tun ist, haben wir einfach nicht nur ein besseres Gefühl, sondern auch einfach innerlich eine ganz andere Haltung.

00:11:46: Wir dürfen natürlich nicht vergessen, für den anderen Elternteil eine gewisse Portion Geduld mitzubringen, denn das ist ja für uns alle ein Learning.

00:11:56: Also wir müssen knedig mit dem anderen Elternteil und auch mit uns selbst sein.

00:12:01: So ihr Lieben, genug geredet für heute, würde ich sagen.

00:12:05: Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Umsetzen.

00:12:09: Den wünsche ich mir irgendwie auch.

00:12:10: Ich bin sehr gespannt, wie das Ganze werden wird.

00:12:13: Ich halte euch hier auf dem Laufenden.

00:12:15: Folgt auch voll gerne auf Insta rein.

00:12:17: Ich freue mich außerdem, wenn ihr den Podcast bewertet.

00:12:21: Jetzt gehe ich erstmal in aller Ruhe meinen Mitternachtsnack essen.

00:12:25: Erkennt ihr diese leckeren Schokokrossis, die habe ich heute selbst gemacht mit weißer Schokolade.

00:12:32: Und die lasse ich mir so richtig schmecken und wünsche euch eine gute Nacht.

00:12:36: Wir hören uns beim nächsten Mal.

00:12:38: Bis bald ihr Lieben.

00:12:39: Untertitel im Auftrag des ZDF.

00:12:39: im Auftrag des ZDF.

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