S4 E2 - Bekanntschaft, Inner Circle und zurück
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:00: Getrennt erziehend im Wechselmodell, Mama von Vietöchtern, Oma und gerade auf dem Weg zur Organspende.
00:00:06: Ich bin Vanessa und hier sprechen wir über alles, was sonst keiner ausspricht.
00:00:10: Über Mutterschaft, Angst, Stärke, Liebe, Krisen und das echte Leben dazwischen.
00:00:16: Willkommen bei Any Questions.
00:00:19: Hallöchen ihr Lieben, ich hoffe euch allen da draußen geht es gut und ihr hattet alle ganz wundervolle Feiertage.
00:00:26: Alle Weihnachtsfeiern sind gut über die Bühne gegangen.
00:00:28: Alle Besuche bei den Verwandten sind auch überstanden ohne krästliche Seitenhiebe aus der Eckeverwandtschaft.
00:00:35: Und vor allem auch alle Geschenke sind gut bei euch in euren Beschenkten angekommen.
00:00:40: Ohne das vor Höflichkeit verzerrte, lächeln und einem rausgewirkten Dankeschön, sondern einfach Freude aus dem Tiefen eurer Seele heraus.
00:00:51: Ich hatte dieses Jahr ein richtig besonderes Weihnachtsfest.
00:00:55: worüber ich mich so sehr gefreut habe.
00:00:58: Denn zum allerersten Mal haben wir einfach mit der nächsten Generation Weihnachten gefeiert.
00:01:03: Nicht nur, dass die Familie ohnehin schon größer geworden ist, weil mein Schwiegersohn seit letztem Jahr mit in der Familie ist, sondern auch mein Enkelkind ist endlich geboren und hat zum allerersten Mal ein Weihnachtsfest erlebt.
00:01:18: Das hat mich riesig gefreut und ultraglücklich gemacht.
00:01:22: Aber auch das Weihnachtsresteessen zwischen den Feiertagen fand ich so toll.
00:01:28: Denn das verbringe ich meistens, ich hab's euch in einer der letzten Episoden erzählt, mit meiner Chosen Family.
00:01:34: Also mit den Mädels aus meinem absoluten Inner Circle.
00:01:38: Und genau darüber will ich heute mit euch sprechen.
00:01:41: Keine Angst, es geht hier heute nicht um die Definition zwischen Bekannten und eben diesem Inner Circle und all dem, was zwischendrin für euch und für mich definitionsgemäß dazwischenliegt.
00:01:53: sondern es geht heute darum, wie gehen wir denn eigentlich damit um, wenn diese Menschen sich nicht nur von normalen Bekannten zu freunden und dann hin zu dem Inner Circle entwickeln, sondern nein, es gibt ja auch, weil das eben kein Way of No Return is in beide Richtungen.
00:02:11: auch die Situation, wo wir umgekehrt ist erleben.
00:02:14: Denn in diesem Jahr habe ich eben dieses Weihnachtsresteessen mit einer Freundin weniger erlebt, weil genau das für mich in diesem Jahr zum Jahresende hin passiert ist.
00:02:26: Von dieser engen Freundin aus dem Inner Circle hat sich unsere Freundschaft ebenso entwickelt, dass sich im Laufe des Jahres für mich zu dem Entschluss gekommen werden, hey, unsere Freundschaft steht jetzt an einem Punkt.
00:02:39: an dem wir keine intimen Freundinnen mehr sind.
00:02:43: Und da habe ich mir einige Fragen zuvor gestellt und auch ein Weg überlegt, den ich mit euch gerne teilen möchte.
00:02:50: Einfach, weil ich von euch gerne wissen möchte, wie geht ihr denn damit um?
00:02:54: Wie offen seid ihr denn in solchen Situationen?
00:02:56: Und auch, falls ihr an solchen Scheidewegen steht, um euch vielleicht an der ein oder anderen Stelle einen kleinen Schubsser in diese... eben schon notwendige Richtung zu geben.
00:03:07: Denn wir alle haben doch einfach so wenig freie Zeit, so wenige Kapazitäten.
00:03:12: Und wenn wir da schon Freundeskreise haben und auch Menschen, die eben diesen Mitleben erfüllen, finde ich persönlich, müssen wir doch schon das Gefühl haben, dass die eben auch richtig eingeordnet sind.
00:03:25: Das klingt jetzt so ein bisschen, als würde man Menschen in Schubladen stecken.
00:03:29: Wir Menschen brauchen aber irgendetwas Greifbares, an dem wir uns festhalten können und auch wissen, wie wir einander begegnen, um festzustellen, hey, was sind du und ich denn füreinander?
00:03:39: Ja, und eben diese Gedanken habe ich mir bei einer meiner engsten Freundinnen tatsächlich leider machen müssen, denn ich hatte da seit einigen Monaten ein ziemlich seltsames Gefühl und alles was sich verändert, fängt ja mit einem Moment an, in dem man ein ganz komisches Gefühl hat, ein ganz anderes als man es all die Monate und Jahre vorher zu dieser einen Person hatte.
00:04:07: Und damit angefangen hat es für mich eigentlich, als ich vor einigen Monaten umgezogen bin und in all dieser Zeit, denn wenn man aus einem großen Haus auszieht mit vier mit Leben gefüllten Etagen, die dann auch voller Gegenstände waren, hab ich einfach ganz, ganz viel aussortiert und auch ganz schön viel Arbeit gehabt.
00:04:30: Und da waren auch eben ganz, ganz viele liebe Menschen da, die gefragt haben, hey, brauchst du Hilfe?
00:04:35: Können wir irgendwie unterstützen?
00:04:37: Und natürlich waren da auch fast alle Mädels aus meinem Inner Circle am Start und haben gesagt, hey, Sachbescheid, wenn du irgendwas brauchst.
00:04:47: Aber leider hat da eben diese eine Person gefehlt.
00:04:51: Und da ist mir erstmals aufgefallen, hey, irgendwie scheint sich da gerade was zu verändern.
00:04:57: Ich war aber ziemlich damit beschäftigt, eben ja, den Umzug über die Bühne zu bekommen.
00:05:03: Natürlich auch die Organtransplantationen und die Nierenerkrankungen meiner jüngsten Tochter, die immer wieder eine sehr, sehr große Rolle bei uns spielen.
00:05:12: Und natürlich auch der ganz normale Alltagstrubel, der damit einhergeht.
00:05:17: Aber in dieser Zeit hatte eben auch diese eine Freundin ihre Themen.
00:05:21: Und trotz meiner eigenen Baustellen, und so ist das eben in Freundschaften, habe ich auch immer wieder Signale in ihre Richtungen gesandt und gesagt, hey, ich bin da, alles wird gut, du schaffst das, Kopf hoch.
00:05:34: Und umgekehrt gab es eben diese Signale aber nicht, sondern gerade im Gegenteil.
00:05:40: eine ziemlich klare Abgrenzung mir gegenüber, als es da auch konkreter wurde.
00:05:45: Mit dem Thema Umzug und auch im Anschluss daran haben wir uns bis heute nicht einmal gesehen in meiner Wohnung.
00:05:53: Und da muss ich sagen, zeigt sich natürlich an anderen Stellen sehr deutlich, hey, da gibt es so viele Menschen, auf die man sich verlassen kann und das macht mich auf der einen Seite sehr, sehr glücklich, aber auf der anderen Seite hat mich das doch auch echt traurig gemacht.
00:06:10: um diese Freundschaft mit dieser einen Freundin.
00:06:12: Und das fing an, mich immer stärker zu beschäftigen.
00:06:16: Und auch in Situationen, in denen wir uns danach mal geschrieben hatten, hatte ich das Gefühl, irgendwie stimmt die Connection da nicht mehr so ganz.
00:06:24: Also dachte ich, okay, bald sehen wir uns auf einem gemeinsamen Wochenendurlaub mit eben anderen Mädels aus meinem Inner Circle.
00:06:35: Und da haben wir sicherlich die Gelegenheit, miteinander zu connecten und auch einfach mal offen zu sprechen.
00:06:41: Aber auch da hat mich das total erschrocken, tatsächlich, welchen Vibe wir da miteinander hatten.
00:06:48: Wir sind uns eher aus dem Weg gegangen und ... Da gab es eigentlich nichts, wo wir anknüpfen konnten.
00:06:54: Kennt ihr diese Freundschaften, wo man auch einfach spürt, hey, okay, wir sehen uns so selten, aber da ist einfach immer diese Verbindung zueinander da, selbst wenn man keine Zeit hat, miteinander zu schreiben.
00:07:05: Und eben das... ist nicht passiert und das hat mich noch stärker ins Krübeln gebracht.
00:07:10: Und da habe ich mir tatsächlich ganz konkrete Fragen gestellt, von denen ich finde, dass wir sie uns alle stellen sollten, bevor wir beginnen, Freundschaften für uns anders einzuordnen.
00:07:22: Und zwar habe ich mich gefragt, wie emotional aufgehoben fühle ich mich denn in dieser Freundschaft.
00:07:29: Also ist das ein Geben und Nehmen und da spielt es auch keine Rolle, dass das vollständig ausgeglichen ist, sondern einfach... hab ich das Gefühl, dass ich auch nehmen kann oder gebe ich nur.
00:07:41: Und wie verstanden fühle ich mich denn von der anderen Seite?
00:07:44: Kommt da einfach immer nur gegenwind oder ist es auch ein, hey, ich weiß, was du meinst?
00:07:51: Und ... Es geht natürlich in Freundschaften nicht immer nur darum, dass man genau das zu hören bekommt, was man gerade hören möchte, sondern das macht ja auch eine Freundschaft aus, dass man eben auch mal gesagt bekommt, was unangenehm ist.
00:08:05: Aber es geht ja auch nicht nur darum, dass andere Menschen das bei uns lassen, was sie gerade einfach ärgert, sondern dass wir da für uns auch einfach wirklich etwas mitnehmen können aus solchen Gesprächen heraus, das wertvoll für uns ist.
00:08:19: Und auch eine ganz, ganz wichtige Frage.
00:08:22: war für mich, was verbindet uns denn eigentlich?
00:08:25: Und was mich so traurig gemacht hat, war, dass ich nichts gefunden habe, was uns verbindet.
00:08:30: Und daraufhin habe ich für mich beschlossen, und das hat auch ein bisschen gedauert.
00:08:36: Ich musste das erst mal ein bisschen sacken lassen und auch irgendwie ankommen lassen, dass diese Freundschaft gar nicht mehr das ist, was ich mir eigentlich dachte, was sie... sein sollte.
00:08:46: Und natürlich könnte man dann auch hingehen und sagen, hey, wie wär's, wenn ihr euch erst mal eine Pause gönnt oder miteinander redet?
00:08:53: Die Pause hatten wir ja auch schon lange genug zuvor.
00:08:55: und das miteinander reden, das kam dann im nächsten Schritt, als ich dann beschlossen habe, okay, ich muss da jetzt was zu sagen, ich muss.
00:09:04: Los werden, dass ich diese Freundschaft für mich in Zukunft ein Stück weit anders einordne, denn das ist ja das Gefühl, das bei mir schon hinterlassen wurde.
00:09:12: Und so oder so auch miteinander reden, ändert ja nichts an dieser Situation, an dieser neuen Ausgangslage.
00:09:19: Also habe ich mich dazu entschlossen, ihr eine Sprachnachricht zu schicken.
00:09:23: Und das ist jetzt erstmal ein ziemlich, vor allem für mich, unkonventioneller Weg.
00:09:27: Denn ich schätze es eigentlich sehr, meinem Gegenüber bei solchen wichtigen emotionalen Themen in die Augen schauen zu können.
00:09:35: Da wir uns aber schon ganz lange nicht gehört und gesehen hatten und eigentlich gar keine konkrete Verbindung zueinander hatten, war das für mich der richtige Weg.
00:09:44: So ein persönliches Gespräch kann man ja dann immer noch miteinander führen, wenn das Thema dazu dann auch klar ist und man vielleicht den einen oder anderen Standpunkt miteinander schon ausgetauscht hat.
00:09:55: Also habe ich zwei ganz konkrete Ziele in meiner Sprachnachricht verfolgt.
00:10:00: Zum einen wollte ich da meine Botschaft ganz... klar und sachlich formulieren, ohne dass da irgendein Vorwurf entsteht.
00:10:08: Denn manchmal ist es ja so, dass man in so direkten emotionalen persönlichen Gesprächen, gerade wenn die andere Person erst mal überhaupt nicht damit gerechnet hat, dann auch Sachen gesagt werden, die man vielleicht so gar nicht gemeint hat oder irgendwie der Sache eigentlich eine ganz andere Bedeutung geben wollte und die Gespräche dann irgendwie in Richtungen laufen, die so gar nicht gewollt waren.
00:10:31: Und zum anderen wollte ich meiner Gegenüber natürlich auch, gerade nach so einer langen Zeit der Funkstille, die Gelegenheit geben, das zum einen Sacken zu lassen, gerade, wie gesagt, weil das Thema ja so auch recht unerwartet kam.
00:10:46: Und zum anderen wollte ich meiner Gegenüber natürlich auch die Gelegenheit geben, wenn sie das hat Sacken lassen, sich zu überlegen, wie sie reagieren möchte, wenn sie reagieren möchte.
00:10:55: Ich meine, auch eine Nichtreaktion ist dann daraufhin eine Reaktion, die man für sich dann abschließend einordnen kann.
00:11:03: Und was ich aber vermeiden wollte an der Stelle, sind zwei Impulshandlungen.
00:11:06: Entweder die eine Impulshandlung, die mit Abwehr reagiert und sagt, ich weiß gar nicht, was du meinst, finde ich doof.
00:11:13: Lass mich in Ruhe.
00:11:14: Und zum anderen die Impulshandlung, die sagt, bitte, bitte bleib.
00:11:18: Du bist so eine enge Freundin für mich, ohne dass das vielleicht beides so im Extrem gemeint ist.
00:11:24: Und tatsächlich, sie hat sich gemeldet, sie hat geantwortet und sie hat auch echt voll in Ordnung reagiert und gesagt, hey, wir beide haben anscheinend unterschiedliche Erwartungen an diese Freundschaft.
00:11:38: Und ich freue mich aber, dass du das gesagt hast.
00:11:42: Wenn wir uns sehen, freue ich mich, wenn wir uns begegnen und auch wenn wir uns gegenseitig hin und wieder updaten.
00:11:48: Ansonsten war das ... so wie das zwischen uns jetzt gelaufen ist in diesem Gespräch, nicht so, dass ich persönlich sagen würde, hey, das ist hier ein Point of No Return, wir haben hier verbrannte Erde hinterlassen, sondern einfach schon so offen, dass ich persönlich sagen würde, es kann und darf sich natürlich auch wieder in eine engere Richtung entwickeln.
00:12:13: Aber da würde ich persönlich sagen, lassen wir den Dingen einfach ihren Lauf.
00:12:18: Und an der Stelle würde mich einfach total interessieren, werdet ihr denn genauso mit der Situation umgegangen?
00:12:25: Also hättet ihr auch einleitend mal eine Sprachnachricht geschickt, um anschließend zu entscheiden, wie sich das dann alles weiterentwickelt, ob ihr nochmal ein gemeinsames persönliches Gespräch möchtet oder ob ihr einfach eure Standpunkte dann so stehen lasst?
00:12:39: Oder werdet ihr ganz anders an die Sache rangegangen?
00:12:41: Lasst mich voll gerne wissen, schreibt mir auf Instagram oder auf Facebook oder auch per E-Mail.
00:12:47: Alle wichtigen Kontaktdaten und noch weitere interessante Infos lasse ich euch natürlich in der Caption da.
00:12:54: So ihr Lieben, das war's auch schon wieder für heute.
00:12:57: Ich gehe jetzt erst mal meine Pizzareste von gestern auffuddern und wünsche euch einen ganz wundervollen Start ins neue Jahr.
00:13:04: Da hören wir uns auch schon wieder, euch ist bestimmt aufgefallen, dass dieser Podcast einen neuen Sendeplatz hat.
00:13:09: Das heißt, nächste Woche Montag ist es also schon wieder soweit, dass wir uns hören.
00:13:15: Und bis dahin freue ich mich, wenn ihr den Podcast abonniert, ihr eine gute Zeit habt und wünsche euch alles Liebe für einen guten Stratisfall.
00:13:23: Ja, bis dann ihr Lieben.
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